Ganztagsangebote und AGs
Unser Ganztagskonzept verbindet offene Angebote mit verbindlichen Elementen und schafft so einen Rahmen, in dem Lernen, Üben und Entdecken sinnvoll miteinander verknüpft werden. Ziel ist es, den Übergang von der Grundschule zu begleiten, selbstständiges Arbeiten zu stärken und Schule als Lebensraum erfahrbar zu machen.
Ganztagsangebote und AGs
Auch am Käthe-Stüve-Gymnasium wird es im Rahmen der Ganztagesbetreuung nach einer Mittagspause, frei wählbare AG-Angebote geben. Es wird ein breites und vielfältiges Angebot im kreativen und künstlerisch-musischen Bereich geben, welches wir so bald wie möglich an dieser Stelle veröffentlichen werden. Auch eine tägliche Hausaufgabenbetreuung sowie eine AG „Lernen lernen“ sind geplant – weitere Bausteine, die unseren Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der Grundschule auf die weiterführende Schule und ihre neuen Herausforderungen unterstützen werden. Die Angebote dieses „offenen“ Ganztages sind, wie der Name schon sagt, offen für alle, aber nicht verpflichtend.
Zusätzlich planen wir für eine unserer fünften Klassen einen sogenannten „teilgebundenen“ Ganztag. Das bedeutet, dass für diese Lerngruppe die Schulpflicht an drei Tagen in der Woche, dienstags bis donnerstags, nicht nach der sechsten Stunde, sondern erst nach der achten Stunde (voraussichtlich gegen 15:30 Uhr) endet. Diese Organisationsform verschafft uns mehr gemeinsame Zeit mit den Schülerinnen und Schülern, die wir jedoch nicht in herkömmlichen Unterricht, sondern betreute Lernzeiten am Vormittag investieren werden. In diesen Stunden soll eigenständig und im eigenen Lerntempo an Aufgaben aller Kernfächer gearbeitet werden können, mit einer Lehrkraft im Hintergrund. Gerade diese Förderung des eigenständigen und eigenverantwortlichen Lernens liegt der Planungsgruppe des Käthe-Stüve-Gymnasiums sehr am Herzen. Hier wollen wir als Schule Neues wagen und eigene Akzente setzen.
Das Morgenatelier am Käthe-Stüve-Gymnasium Delmenhorst – Offener Anfang
Dem pädagogischen Leitgedanken des Käthe-Stüve-Gymnasiums liegt ein kulturelles Konzept, auch ,,Kulturkonzept“ genannt, zugrunde. Vor allem musische Fächer, wie Kunst, Musik und Darstellendes Spiel, sollen hierbei besonders gefördert werden. Da Kultur allerdings bis heute weit über diese drei Fachgebiete hinaus relevant geworden ist, soll sich der kulturelle Charakter darüber hinaus auch in möglichst allen anderen schulischen Aspekten wiederfinden, sei es beispielsweise im Fachunterricht (z.B. Deutsch, Englisch, Mathe), aber auch in den Ganztagsangeboten. Deshalb bietet unser Gymnasium täglich ein Morgenatelier vor Beginn des regulären Unterrichts an. In der Zeit von 7:30 bis 8:00 Uhr (voraussichtlich) stehen den Schülerinnen und Schülern betreute Kreativ- und Aufenthaltsräume zur Verfügung. Sie können diese Phase zum ruhigen Ankommen, zur (gemeinschaftlichen) Bewegung oder auch für kreativ-ruhige Aktivitäten nutzen, wie beispielsweise Lesen, Brettspiele spielen oder Zeichnen. So üben sich die Kinder und Jugendlichen in den verschiedenen kulturell-gesellschaftlich anerkannten Beschäftigungen, die darüber hinaus auch Selbstorganisation, Eigenverantwortung und soziale Interaktion (mit Lehrern und Schülern) fördern. Zeitgleich schafft dieses Morgenangebot einen strukturierten sowie flexiblen Übergang in den Schultag.
Als weiterer Morgenatelierinhalt bestünde zudem die Möglichkeit, auch einen ,,produktiven Beginn“ anzubieten, welcher beinhalten könnte, dass die Schülerinnen und Schüler das Morgenatelier nutzen können, um Vokabeln zu lernen, Lektüren zu lesen, Hausaufgaben zu bearbeiten, uvm. Aktuell hat sich die Planungsgruppe allerdings gegen dieses Angebot entschieden, da der Fokus des Morgenateliers auf die Förderung von Kreativität und Bewegungsmöglichkeiten gelegt werden und der leistungsorientierte Charakter in den Hintergrund gestellt werden soll. So sagte Aurelius Augustinus, Theologe und Philosoph der Spätantike schon:
,, Die erste Morgenstunde ist das Steuerruder des Tages.“ (Aurelius Augustinus)
Wie alle anderen Konzepte auch, heißt es auch bei diesem hier: Wir wachsen gemeinsam. – Wir möchten mit Schüler- und Elternschaft gemeinsam dieses Konzept ausfeilen und optimieren. Deshalb ist dieses Konzept nicht als unveränderbares Konstrukt, sondern als eines mit der Schulgemeinschaft zu gestaltendes zu verstehen.